Null Toleranz gegen sexualisierte Gewalt – DBV Statement vom 17.11.2020

Kassel. Ende Oktober hatte der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) mitgeteilt, dass ein Verdacht gegen einen Trainer und weitere Personen aus dem Leistungssport vorliege. Die Beschuldigten seien mit Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig freigestellt worden, hieß es in einer weiteren Mitteilung. “Mit der Übernahme der polizeilichen Ermittlungen und der Freistellung sind vorläufig alle notwendigen Maßnahmen erfolgt”, sagte LSVBW-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis.

Die verschiedenen Berichte in den Medien der letzten Tage werden durch den DBV insoweit bestätigt, dass die Sportart Boxen betroffen ist.

“Wir befinden uns noch in einem ganz frühen Stadium, und man muss sehr sorgsam mit dem Thema umgehen. Es gilt sowohl die Unschuldsvermutung als auch der Opferschutz”, sagte DBV-Sportdirektor Michael Müller.

 

DBV-Präsident Erich Dreke erklärte: “Wir werden in unserem Rahmen die Dinge mit aller Konsequenz verfolgen. Wir verwahren uns mit aller Entschiedenheit gegen pauschale Vorverurteilungen und Unterstellungen, die sich gegen den Olympischen Boxsport richten. Alle notwendigen Maßnahmen wurden sofort eingeleitet.”

Durch die Einführung der Struktur der „Beauftragten für sexualisierte Gewalt“ sowohl im Spitzenverband, wie auch in seinen Landesverbänden, sind für alle Betroffenen Anlaufstellen geschaffen worden, in der man die Sorgen und Nöte aufnimmt und dann entsprechend dafür sorgt, dass eine gezielte Verfolgung und Aufklärung von statten geht. Darüber hinaus sind bei Lehrgangsmaßnahmen und Veranstaltungen des DBV Ansprechpartner/innen speziell hierfür vor Ort eingesetzt.

Weitere Informationen sind auf der DBV-Homepage zu finden: gegen sex. Gewalt