Ex-Weltmeister Markus Beyer im Alter von 47 Jahren verstorben

Berlin. Vorgestern ist der Ex-Weltmeister Markus Beyer nach kurzer, schwerer Krankheit in einem Krankenhaus in Berlin verstorben. Der ehemalige dreifache WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht wurde nur 47 Jahre alt.

In seiner langjährigen Amateurkarriere gewann der aus Schwarzenberg im Erzgebirge stammende Beyer 235 von 274 Kämpfen. Bereits als Jugendlicher konnte er Erfolge feiern und wurde, für die SG Wismut Gera startend, in der DDR Schüler-, Jugend- und Juniorenmeister. 1988 gewann er auch den Titel bei den DDR-Meisterschaften der Senioren und wurde in Danzig mit einem Finalsieg gegen den Rumänen Zoltan Lunka Junioren-Europameister im Fliegengewicht (51 kg). Im Jahr 1989 boxte Beyer bei den Juniorenweltmeisterschaften in Bayamón (Puerto Rico) und gewann die Silbermedaille (Federgewicht / 57 kg)

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Beyer 1993 und 1995 auch Deutscher Meister im Halbmittelgewicht (71 kg), 1994 Vizemeister. Im Jahr 1995 erreichte er bei den Titelkämpfen in Berlin einen dritten Platz, 1996 gewann er die Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Vejle (Dänemark).

Beyer nahm für Deutschland zweimal an Olympischen Spielen teil: 1992 in Barcelona verlor er im Achtelfinale durch Abbruch in der ersten Runde gegen den Kubaner Juan Carlos Lemus. 1996 in Atlanta scheiterte er im Viertelfinale am Kasachen Jermachan Ibraimow (9-19), nachdem ihm zuvor noch ein Sieg (17-12) gegen den dreimaligen Amateurweltmeister Vaștag gelungen war.

1996 wechselte er ins Profilager und wurde 1999 erstmals Weltmeister im Profiboxen.

” Der Deutsche Boxsport-Verband trauert um den erfolgreichen Boxer und spricht seine tiefe Anteilnahme aus”, erklärte DBV-Präsident Jürgen Kyas. Zu Beginn der Abendveranstaltung der heutigen DM der Männer Elite wurde eine Gedenkminute abgehalten.

„Ich kann meine Gefühle mit Worten nicht beschreiben. Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war – und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war ein durch und durch feiner Mensch. Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen. Ich muss das alles erst verarbeiten“, so Wegner.

„Wir sind bestürzt und trauern um einen großartigen Sportler und wunderbaren Kollegen. Mit seinem Box-Sachverstand hat er als Mitarbeiter des MDR ‚Sport im Osten‘ in den vergangenen Jahren geprägt. In Gedanken sind wir bei seiner Familie“, sagte MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi.