Nadine Apetz gewinnt als erste Deutsche eine WM-Medaille im Frauenboxen

Wie gestern bereits berichtet, gewann die frischgebackene  30jährige Doktorantin der Neurologie Nadine Apetz (Köln/SC Colonia Köln) ihr Viertelfinale gegen die US-Amerikanerin Naomi Graham einstimmig nach Punkten und sicherte sich damit mindestens die Bronzemedaille.

Morgen steht sie im Halbfinale der Kaszakhin Valentina Khalszowa gegenüber. Sie ist die aktuelle nationale Meisterin in dieser Gewichtsklasse.

Nadine Apetz sagte zu dem gestrigen Kampf: Dieser Kampf war wohl der bisher wichtigste in meinem Leben! Dementsprechend war ich auch unglaublich aufgeregt. Ich wusste, ich kann sie schlagen, nachdem ich ihren vorherigen Kampf gesehen hatte. Aber man weiß ja nie, ob die Taktik geändert wird oder so. Deshalb hatte ich immer noch großen Respekt! Nach den ersten beiden Runden war ich allerdings recht zuversichtlich, dass ich es packe. Und nach dem Ergebnis natürlich überglücklich!!!

„Nadine Apetz hat durch ein konsequentes Aufbautraining über zwei Jahre hinweg Weltniveau erreicht und gestern die erste „Ernte“ eingefahren“, sagte DBV-Sportdirektor/Generalsekretär Michael Müller.

David Hoppstock als zuständiger DBV-Disziplintrainer kommentierte den Kampf wie folgt: „Nadine hat sensationell gut geboxt. Mit ihrer Führungshand hat sie den Kampf bestimmt und immer wieder getroffen“.

Das Halbfinale beginnt Morgen um 15 Uhr Ortszeit (11 Uhr deutscher Zeit). Nadine Apetz bestreitet den achten Kampf (ca. 13 Uhr).

Hier die kompletten Ansetzungen: Seminifinale

Über Manfred Dörrbecker