Bericht vom 3. Wettkampftag der EuroQualifikation in Samsun/Türkei – zwei Siege und zwei Niederlagen

Sarah Scheurich und Pinar Touba

Sarah Scheurich und Pinar Touba

Aus Samsun berichtet Dr. Harry Kappell (ltd. DBV-Disziplintrainer)

In der Nachmittagsveranstaltung hat sich Pinar Touba (51kg) mit der erfahrenen Ukrainerin Tetayna KOB auseinandersetzen müssen.

Der gesamte Kampf wurde mit einem sehr hohen Tempo geführt, die Ukrainerein war dabei permanent im Angriff und bestimmte den Rhythmus. Pinar ist es nur phasenweise gelungen, ihre Gegnerin auf Distanz zu halten. Am Schluss musste die Deutsche die Überlegenheit ihrer Kontrahentin anerkennen.

Als zweite Deutsche musste Sarah Scheurich (75kg) in den Ring. Ihre Gegnerin war Monica FLORIDA aus Italien. Sarah hat von Beginn an das Geschehen bestimmt, konnte klare Treffer auf der langen Distanz anbringen und ab Runde drei und vier auch in der Halbdistanz überzeugen. Insgesamt eine gute Leistung der Mittelgewichtlerin, die zwangsläufig zu einem klaren Punktsieg führte.

Im Viertelfinale trifft Sarah auf Anamariaj MARSIC aus Kroatien.

Ebenfalls in der Nachmittagsveranstaltung kletterte unser „Kücken“ Cristos Cherakis (49kg) in den Ring. Sein Gegner war der polnische WSB – Boxer Dawider JAGODZINSKI. Christos war von Anfang an kampfbestimmend. Im Rückwärtsgang bestimmte er den Rhythmus, konterte den polnischen Boxer immer wieder aus und konnte alle Runden gewinnen. Christos hat sehr konzentriert und auf technisch – taktisch hohem Niveau gekämpft. „Das war das Beste was ich heute gesehen habe“ – konstatierte DBV-Vizepräsident Erich Dreke.

Chistos Cherakis in der Mitte, Links Zoltan Lunka, rechts Valentin Silhagi

Chistos Cherakis in der Mitte, Links Zoltan Lunka, rechts Valentin Silhagi

Der einzige deutsche Boxer in der Abendveranstaltung war Hamza Touba (52kg). Sein Gegner war an Nummer „eins“ gesetzte Ire Brendan Irvine.

Von Beginn an entwickelte sich ein hochklassiger und sehr intensiverer Kampf. In der ersten Runde, in dem die Kontrahenten ein sehr hohes Tempo gingen und auf boxerisch höchstem Niveau entschieden sich die Kampfrichter für den Iren. In der zweiten Runde steigerte sich Hamza und konnte diese Runde einstimmig gewinnen. Die dritte Runde hat diesen Kampf entschieden. Beide Boxer agierten auf Augenhöhe, selbst für die internationalen  Fachleute war kaum ein Unterschied zu erkennen – ein Klasse Kampf, in den sich am Ende die Kampfrichter für den an Nummer „eins“ Gesetzen irischen Boxer entschieden.

Über Manfred Dörrbecker