43. CPH: Marutjan schlägt Weltmeister – im Finale wartet Baraou

Araik Marutjan

Araik Marutjan

Licht und Schatten für Deutschland beim Chemiepokal. Abass Baraou steht als erster Deutscher für das Finale fest. Sein Gegner, Andrej Zamkovoi, aus Russland und Erster der APB-Weltrangliste, zog sich in seinem Kampf gegen den Polen Damian Kiwior einen Cut zu und erhielt Startverbot.

Deutschlands Igor Teziev kann ebenfalls nicht weitermachen. Im Vierfinale verletzte er sich gegen Englands Lawrence Okolie am Ohr. Coach Dr. Harry Kappell gab heute Entwarnung. „Igor geht es wieder gut.“

Jetzt ist es schon Tradition, dass ein Deutscher den Chemiepokal eröffnet.
Diesmal war es der Frankenthaler Alberto Mustafi, der in seinem Chemiepokal-Debüt gegen Harvy Horn, den Vize-Europameister aus England boxte. Halbfliegengewichtler Mustafi boxte effektiv, und hielt den Kampf offen. In der dritten Runde verwarnte der Referee den Engländer wegen eines Kopfstoßes. Den damit verbundenen Punktabzug holte der Engländer nicht mehr auf.

Im Finale wird Mustafi auf den Mongolen Tsendbaalar Erdenebat treffen, der sich gegen den Bönnigheimer Christos Cherakis mit 3:0 Punkten durchsetzte. „Für Christos ist der Chemiepokal sein erstes internationales Turnier. Hier sollte er Erfahrung sammeln. Der Angriff auf den Titel kommt nächstes Jahr“, so DBV-Trainer Valentin Silaghi.

Pech für den Nürnberger Raman Sharafa. Er zog sich einen Cut über dem Auge zu. Der Referee folgte der Empfehlung des Ringarztes und brach den Kampf ab. Nach Edgar Walth ist jetzt auch der zweite Deutsche aus dem Rennen um den Titel im Bantamgewicht.

v.l. Artem Harutyunyan, Robert Harutyunyan und Michael Timm

v.l. Artem Harutyunyan, Robert Harutyunyan und Michael Timm

Robert Harutyunyan boxte eine erstklassige erste Runde. In der zweiten Runde passte er eine Sekunde nicht auf und wurde vom Kasachen Adilet Kurmetov getroffen. Es war kein harter, dafür sehr präziser Treffer, den der Referee veranlasste, den Hamburger anzuzählen. Die Runde war weg. Doch er kämpfte sich zurück und bezwang den Engländer mit einem respektablen 2:1.

v.l.Mohamed Rabii, Marokko und Araik Marutjan

v.l.Mohamed Rabii, Marokko und Araik Marutjan

Mohamed Rabii gegen Araik Marutjan: Rabii der amtierende Weltmeister, Marutjan Bronzemedaillengewinner der WM 2009. Zwischen ihnen entwickelte sich ein atemberaubender Fight. Marutjan spielte seine Schnelligkeit aus und Rabii verließ sich auf seine krasse Führhand. Kurz vor dem Schlussgong überraschte er den Marokkaner mit einer Schlagstafette und beeindruckte die Jury. Punktsieg für Marutjan. Durch den Sieg des Stabsunteroffiziers aus Schwerin gibt es Morgen ein Deutsches Finale. Sein Gegner wird der Oberhausener Abass Baraou.

Auch Halbschwergewichtler Serge Michel wird um Gold kämpfen. Erstklassiges Führhandboxen und seine krachende Rechte war in seinem Kampf gegen den Polen Matheus Tryc das Maß aller Dinge. Morgen wird er nach dem Titel greifen. Ob der Kroate Hrvoje Sep dies verhindern kann, bleibt abzuwarten.

Alle Ergebnisse

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Über Manfred Dörrbecker