43. CPH: Für einige Deutsche geht es um alles

Es ist immer noch Bewegung im Teilnehmerfeld. Moldavien, Ungarn und Frankreich haben ihre Teilnahme abgesagt.
Dafür werden Griechenland und Kroatien mit ihrem Superstar und Europameister im Superschwergewicht, Filip Hrgovic dabei sein. Hrgovic ist der erfolgreichste Boxer in der Geschichte der WSB. Bis jetzt trat er 27-mal in der Weltliga an, 24 Kämpfe gewann er. Dreimal wurde er Einzelsieger dieses Wettbewerbs, so oft wie keiner zuvor.
Ob er auch auf den Chemiepokal triumphieren kann, ist fraglich, denn in Halle erwartet ihn ein großkalibriger Deutscher. Erik Pfeifer, APB Weltmeister aus 2015 hat seine Teilnahme zugesagt.

Deutschland wird mit 18 Boxern starten. Leider musste Artem Harutyunyan seine Teilnahme absagen. Der APB Weltmeister im Halbwelter zog sich auf seinem letzten Turnier in Ungarn einen Riss im Trommelfell zu, der noch nicht abgeheilt ist. Für ihn wird Edison Zani antreten, den der leitende Disziplintrainer, Dr.Harry Kappell überraschend nachnominierte. Der Hamburger schlug in seinen letzten Kämpfen Top-Boxer und empfahl sich damit für den Chemiepokal.

Die Leistungsdichte der deutschen Boxer ist eng. Wen das DBV Lenkungsteam zum Ausscheidungsturnier für Olympia in die Türkei schicken wird, ist in einigen Gewichtsklassen noch offen. Hier wird die Platzierung beim Chemiepokal mit ausschlaggebend sein. „Im Welter, Mittel und Halbschwer ist der Leistungsunterschied wenige Mikrometer. Hier geht es für die deutschen Athleten um alles“, sagte Kappell im Interview.

Das vollständige Interview mit dem leitenden Disziplintrainer.

Über Manfred Dörrbecker