WM der Elite in Qatar: AIBA Präsident fordert „Heads Up“

Werden alles geben: Florian Schulz, Hamza Touba und Roman Fress (v.l.)

Werden alles geben: Florian Schulz, Hamza Touba und Roman Fress (v.l.)

Dr. Harry Kappell berichtet aus Doha

Die Anpassung an die schwierigen klimatischen Bedingungen in Qatar sind abgeschlossen. Die Sportler sind alle gesund, haben in den letzten Tagen gut trainiert und brennen auf den Start der Wettkämpfe.
Insgesamt sind 257 Boxer aus 74 Nationen für die WM gemeldet. In der Meldeliste befinden sich eine große Zahl der Top Boxer aus der WSB und APB. Auch Boxer, sich bereits über die APB und WSB für die olympischen Spiele 2016 in Rio qualifiziert haben, sind hier am Start.

Das zeigt, welchen Stellenwert diese WM hat und das die wenigen Tickets für Olympia heißt umkämpft sind.
Mit der Forderung „Heads Up“ eröffnete Dr. Wu, Präsident der AIBA heute das Technical Meeting der WM.

Aus der Analyse der großen Turniere in den letzten Jahren geht hervor, dass es eine zu große Anzahl an Verletzungen gegeben hat, die durch Kopfstöße verursacht wurden. „Es droht die Rückkehr des Kopfschutzes“, mahnt Dr. Wu in einem eindringlichen Appell an die Trainer und Boxer.

Mit dieser Initiative der AIBA soll das Blatt gewendet werden. Gleichzeitig wurden Regeländerungen schon für diese WM beschlossen und ein hartes Durchgreifen der Ringrichter angekündigt.

Ab sofort werden Kopfstöße, bei denen der Blickkontakt zum Gegner verloren geht, nach einer mündlichen Ermahnung mit einer Verwarnung und einem Punktabzug bestraft. Führt ein Kopfstoß zu einem Cut und zum Abbruch des Kampfes, wird der Verursacher disqualifiziert. Kann der Boxer mit dem Cut den Kampf fortsetzen, bekommet der Verursacher eine Verwarnung und zwei Punkte abgezogen.

Wir begrüßen ausdrücklich diese Initiative und die damit verbundenen Regeländerungen. Wir sind auf die Umsetzung in den nächsten Tagen gespannt.

Liebe Grüße vom gesamten Team

Harry Kappell

Über Manfred Dörrbecker