CPH: HF 2 Abass Baraou und Max Keller boxen um Gold

Der 42. Chemiepokal näherte sich seinen Höhepunkt. Zehn Kämpfe waren noch nötig, um alle Finalisten auszuboxen. Doch zuerst gab es einen Einlagekampf im Leichtgewicht zwischen Cindy Rogge und der Dänin Bettina Dahl. Die Hallenserin Rogge war stolz vor ihrem Publikum boxen zu dürfen. Und dieser Stolz beflügelte sie. Mal schnurgerade, mal leicht gezirkelt zog sie den Jab ab. Dahls Deckung weichte auf. Rogge wechselte in die Halbdistanz und übernahm die Kampfkontrolle, die sie bis zum Schluss behielt. Klarer Punktsieg für Rogge.

Ronny Beblik und Abrorjon Kodirov aus Usbekistan kämpften um den Finaleinzug im Fliegengewicht. Der Chemnitzer brauchte zu lange, um sich auf den quirligen und präzise treffenden Usbeken einzustellen. Erst im letzten Durchgang war Beblik da und mischte den Dritten der usbekischen Meisterschaften auf. Unter Strich reichte es nicht für Beblik, um im Finale starten zu können.

Hollands Leichtgewichtler Enrico la Cruz gewann in der Vorrunde gegen Dorjnyambuu Otgondalai aus der Mongolei, während Robert Harutyunyan den Dänen Marsel Terteryan abräumte. Harutyunyan ging in der ersten Runde in Führung. Dann drehte La Cruz den Kampf. Traumhaft kombinierte er Angriffe aus der Distanz und Halbdistanz und zeigte dabei kaum Trefferfläche für die vielen Schläge, die der Hamburger abfeuerte. In der Endabrechnung hatte das Punktgericht La Cruz vorn.

Abass Baraou schickt sich an, seinen Titel zu verteidigen und daran konnte ihn auch der Ukrainer Ihor Nesterov nicht hindern. Baraou kämpfte nach bekanntem Muster. In der ersten Runde studierte er Nesterov. Danach zog er das Tempo an. Verzweifelt versucht der Ukrainer die wütenden Angriffe des Nordrhein-Westfalen abzuwehren. Dabei traf er mehrfach tief und wurde verwarnt. Der Tiefschlag hatte keinen Einfluss an Baraous Punktsieg.

Christian M‘billi will den Chemiepokal verteidigen und das konnte auch Deutschlands Mittelgewichtler Denis Radovan nicht verhindern. Der französische Meister ist ein echter Wühler und fightete mit wuchtigen Haken aus der Halbdistanz. Radovan wollte den Franzosen mit seinen eigenen Waffen schlagen. Das ging schief. M‘billi punktete klar, während Radovan seine Fäuste nicht durch dessen Deckung stoßen konnte. M‘billi ist seiner Mission Titelverteidigung einen großen Schritt näher gekommen. Jetzt geht es im Finale gegen den Holländer Max van der Pas um alles.

Nach dem Ausscheiden von Florian Schulz, blickten Deutschlands Augen auf Max Keller, Deutschlands zweiten Starter in der Königsklasse. Er boxte gegen den Dänen Kem Lundquist. Aber auch der Däne war kein echter Prüfstein für den NRW-Fighter. Keller wartete geduldig bis Lundquist richtig stand und rutschte mit Dreier-Kombinationen in den Angriff. In Runde zwei klingelte er Lundquist an. Im Kampf um Gold wir er gegen Bakhodir Jalolov antreten, der Florian Schulz aus dem Rennen warf.

 

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Über Manfred Dörrbecker