Zweites Viertelfinale stimmt Deutsches Team versöhnlich

v.l. Chris Phelan, IRL und Ronny Beblik

v.l. Chris Phelan, IRL und Ronny Beblik

Fotos: M. Ginel

Im zweiten Viertelfinale gab es sechs Kämpfe mit deutscher Beteiligung, unter anderem auch mit Fliegengewichtler Ronny Beblik, dem Vorjahressieger des Chemiepokals. Gegen den Iren Chris Phelan galt es die ersten Pflöcke für die Mission Titelverteidigung einzutreiben. Beblik war 100% fokussiert. Alles was er abfeuerte traf. In der Pause muss sich der Ire eine mächtige Standpauke von seinen Trainern abgeholt haben, denn er wurde stärker. Dennoch konnte er dem Deutschen nicht gefährlich werden. Im Gegenteil, Beblik zog ein ums andere Mal seinen unglaublich langen Haken zum Kopf des Iren. Zu keiner Zeit stand Bebliks Punktsieg in Frage.

v.l. Ilyas Suleimenov und Hamza Touba

v.l. Ilyas Suleimenov und Hamza Touba

Nach seinem Vorrundensieg über den Bulgaren Tinko Banabakov verlor Fliege Hamza Touba gegen den Kasachen Ilyas Suleimann einstimmig. Dabei hatte Touba alle Möglichkeiten zu gewinnen. Allerdings tat er viel zu wenig. Weder zeigte er seine gute Beinarbeit, noch seine schnellen Hände, in dem unsauberen Kampf, der von viel Klammerei bestimmt wurde.

v.l. Dennis Radovan und Dennis Oshijo, AUS

v.l. Dennis Radovan und Dennis Oshijo, AUS

Mittelgewichtler Denis Radovan hatte gegen den Österreicher Dennis Oshijo keine Mühe. Radovan, der normalerweise in der Normalauslage steht, boxte diesmal in der Rechtsauslage. Radovan traf nach belieben und mied mit gutem Auge alles, was aus Österreich geflogen kam. Einziger Kritikpunkt war die zu tief stehende Deckung. Morgen müssen seine Fäuste fest vor dem Kinn stehen, denn im Halbfinale steht er dem Russen Maksim Koptiakov gegenüber und der bestraft jeden Fehler in der Deckungsarbeit sofort.

v.l. Christian M'Billi, FRA und Xhek Paskal

v.l. Christian M’Billi, FRA und Xhek Paskal

Ein weiteres Mittelgewichtsduell bestritt Xhek Paskali gegen den französischen Vize-Meister Christian M’Billi. Der Franzose startete offensiv und hielt den Deutschen unter Druck. Paskali hatte Schwierigkeiten sich auf M’Billis kraftvollen Stil einzustellen und ließ sich sträflicher Weise auf den Infight ein. Hier holte der Franzose die fehlenden Punkte für seinen Sieg.

v.l. Ali  Demirezen, TUR und Ali Kiydin

v.l. Ali Demirezen, TUR und Ali Kiydin

In Abwesenheit von Erik Pfeifer traute der DBV Ali Kiydin zu, sich auf dem Turnier ordentlich zu präsentieren. Mit einem Freilos zog er in das Viertelfinale ein. Hier wartete der Türke Demirezen auf ihn. Gute Angriffe, mäßige Deckung: Der Deutsch teilte mit seinem Cross und seinem rechten Aufwärtshaken mächtig aus, musste aber auch unnötige und harte Schläge einstecken. In der Endabrechnung reichte es für den Einzug ins Halbfinale. Jetzt muss sich Kiydin steigern, denn morgen geht es gegen den WM-Dritten aus England Joseph Ward, der in seinem Viertelfinale gegen den Iren Dean Gardenier Schwertarbeit leisten musste.

v.l. Dmitry Mukhin, RUS und FLorian Schulz

v.l. Dmitry Mukhin, RUS und FLorian Schulz

Deutschlands zweiter Superschwerer heißt Florian Schulz. Heute war sein Gegner Dmitry Mukhin aus Russland. Gleich zu Beginn der ersten Runde zog Schulz einen brutalen Aufwärtshaken an das Kinn des Russen. Mukhin wackelte. Dass sorgte für viel Selbstvertrauen bei dem jungen Deutschen. Konsequent schnitt er nun Mukhin die Wege ab und brachte abwechselnd seine rechte und linke Gerade ins Ziel. Durch seinen Tollen Arbeitssieg stehen beide deutschen Superschwergewichtler im morgigen Halbfinale.

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