Deutschland startet mit durchwachsenem Ergebnis in den zweiten Tag

v.l. Serge Neumann und Jonghun Shin, KOR

v.l. Serge Neumann und Jonghun Shin, KOR

Deutschland feiert Vatertag, Halle feiert den Chemiepokal. Wer Serge Neumann, Deutschlands Hoffnung im Halbfliegenwicht sehen wollte, musste früh auf den Beinen sein, denn Neumann kletterte bereits um 10.15 Uhr gegen den Koreaner Jonghun Shin durch die Ringseile. Der Leichteste im deutschen Team gestaltete die erste Runde ausgeglichen gegen den unsauber boxenden Shin, der viele Innenhände über die Außenbahn schlug. Neumann hielt den Koreaner im Rückwärtsgang, tat aber zu wenig. Vor allem seine Führhand kam viel zu selten. Der Punktsieg ging verdient an den Vize-Weltmeister aus 2011, Jonghun Shin.

v.l. Omar El Hag und Quis Ashfag

v.l. Omar El Hag und Quis Ashfag

Im Bantamgewicht verlor Omar El Hag gegen den brillanten Techniker Quias Ashfag. El Hag attackierte, konnte aber den englischen Rechtsauleger nicht stoppen. Der Deutsche begann zu fighten, aber Ashfag drehte sich mit einem halben Schritt aus den deutschen Angriffen und zog seinen erstklassigen Führhandhaken über EL Hags Deckung.

v.l. Edgar Walth und Nikita Fedorchenko, RUS

v.l. Edgar Walth und Nikita Fedorchenko, RUS

Auch der zweite Bantamgewichtler verlor. Edgar Walth war mit dem Russen Nikita Fedorchenko überfordert. Ringfuchs Fedorchenko wechselte ständig seine Position sodass der Deutsche Schwierigkeiten hatte, sein Powerplay aufzuziehen. Wenn Walth einmal gut stand, igelte sich der Russe hinter seiner Doppeldeckung ein, oder tauchte unter die fliegenden Fäuste durch. Bilderbuch-Boxen des Russen.

v.l. Artem Harutyunyan und Malik Ladjali, FRA

v.l. Artem Harutyunyan und Malik Ladjali, FRA

Halbweltergewichtler Artem Harutyunyan hatte keine Schwierigkeiten mit dem Franzosen Malik Ladjali. Dennoch machte es Ladjali dem Deutschen nicht leicht. Vielfach zog er Harutyunyan in den kräftezehrenden Infight. Kräfte die dem Deutschen hoffentlich nicht im Viertelfinale gegen den Engländer Samuel Maxwell fehlen werden, der mit einer 1A-Leistung den Ungarn Viktor Kiraly besiegte.

v.l.Artur Mann und Xuanxuan WANG, CHN

v.l.Artur Mann und Xuanxuan WANG, CHN

Schwergewichtler Artur Man zeigte keinen Respekt gegen den favorisierten Xuanxuan Wang aus China. Der Deutsche baute viel Druck auf, um so den Chinesen daran zu hindern, seine Angriffe aufzuziehen. Mit dem Gongschlag zur zweiten Runde übernahm Wang das Gefecht und kam über die Schnelligkeit mit seinen Links-Rechts Kombinationen zu den benötigten Siegespunkten.

v.l. Gary Sweeny, IRL und Albon Pervizaj

v.l. Gary Sweeny, IRL und Albon Pervizaj

Für eine große Überraschung sorgte Schwergewichtler Albon Pervizaj, der Jüngste im deutschen Team. Er besiegte den erfahrenen Gary Sweeny aus Irland. Sweeny kam einfach nicht durch Pervizajs Deckung. Anders der Deutsche, der sich mit seinen schönen Kombinationen zum Sieg punktete.

 

Ergebnisse

Über Manfred Dörrbecker