CPH: Halle, der Countdown läuft

Unser Team für Halle

Unser Team für Halle

Der 41. Chemiepokal geht an den Start. 106 Boxer aus 17 Ländern werden ab dem 28. Mai auf dem Hallenser Traditionsturnier in den Ring klettern.
Die Vorrundenkämpfe beginnen ab 12 Uhr, die weiteren stehen um 16 Uhr und um 20 Uhr auf dem Programm. Der DBV hat 21 Boxer gemeldet. Alle deutschen Athleten wissen um die Wichtigkeit des diesjährigen Chemiepokals, denn er ist für die deutschen Boxer das Turnier für die Nominierung zum erweiterten Olympiakader.
Erfreulich ist die hohe Anzahl an jungen Talenten, die die deutschen Farben vertreten werden. Schwergewicht Albon Pervizaj ist 18 Jahre. Nicht viel älter sind der Berliner Omar El Hag, der im Federgewicht startet, Weltergewichtler Abass Baraou aus Oberhausen und das Schweriner Superschwerwicht Florian Schulz.
Ihnen zur Seite stehen auch international erfahrene Boxer. Weltergewichtler Arajik Marutjan belegte letztes Jahr auf der Europameisterschaft in Minsk den 2. Platz und holte im gleichen Jahr in Almaty WM-Bronze. Für die Box-Experten gilt Marutjan zum ganz engen Favoritenkreis, genauso wie Artem Harutyunyan, der auf der Europa-Meisterschaft den 3.Platz belegte. Auch Artems Bruder Robert startet dieses Jahr in Halle. Er wird im Leichtgewicht boxen.
Weitere Deutsche Starter sind: Serge Neumann im Halbfliegengewicht, Hamza Touba und Ronny Beblik im Fliegengewicht, die Leichtgewichte Artur Bril und Athe Gashi und Eugen Dahinten, dem zweiten Starter im Halbweltergewicht. Vjaceslav Kerber macht das Trio komplett im Weltergewicht.
Besonders interessant wird es im Mittelgewicht, denn nach dem Abtreten von Stefan Härtel boxen Denis Radovan und Xhek Paskali nicht nur um den Chemiepokal, sondern auch um die Vorherrschaft in dieser Klasse.
Neben Igor Teziev hat auch Serge Michel das Vertrauen der Trainer, sich im Halbschwergewicht ganz nach vorn zu boxen.
Der Vorjahressieger im Schwergewicht Emir Ahmatovic hat sich verletzt und wird deshalb durch Albon Pervizaj und dem WSB-erfahrenen Artur Mann vertreten. Auch Erik Pfeifer ist verletzt. Hier rückt Ali Kyidin nach. Ali ist international noch ein unbeschriebenes Blatt, doch es wird sich über die Landesgrenzen hinaus rumgesprochen haben, wie hart er hauen kann. Auf der letzten Deutschen Meisterschaft hat er gleich mehrere seiner Kämpfe vorzeitig beendet.

Über Manfred Dörrbecker