CPH: Auf diese Boxer müssen die Deutschen Boxer aufpassen

Unser Team für Halle

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Mit 21 Boxern stellt Deutschland den größten Kader, der auf dem 41. Chemiepokal startet. Die Deutschen werden es schwer haben, sich für die Endrunden zu qualifizieren, denn die 16 weiteren Nationen sind mit schwerem Geschütz nach Halle angerückt.

Die Experten erwarten ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem Kasachen Temirtas Zhussupov, Bin Lv aus China und dem Russen Aleksander Samoilov. Serge Neumann ist nicht chancenlos. Der Niedersachse muss aber eine sehr gute Leistung abliefern, um unter die letzten Vier zu kommen.

Fliegengewicht: Die Deutschen Hamza Touba und Ronnie Beblik müssen auf den Moldawen Alexandr Riscan und den Russen Vasiliy Vetkin achten. Gerade Riscan ist ein sehr erfahrener Mann, den Titelverteidiger Beblik noch auf dem letzten Chemiepokal schlagen konnte.

Bantamgewicht: In der 56Kg Klasse werden der Russe Nikita Fedorchenko und Jiawei Zhang aus China gesetzt. Der Chinese hat Edgar Walth letztes Jahr auf der WM schlagen können. Neben Walth wird Omar El Hag für Deutschland an den Start gehen.

Leichtgewicht: Als Favoriten werden Soonchul Han aus Korea und der Ire David Oliver Joyce gehandelt. Der Koreaner gewann auf den letzten Olympischen Spielen die Silbermedaille. Joyce überzeugte durch seine konstante Leistung auf allen Turnieren 2013. Der DBV besetzt diese Gewichtsklasse mit drei Boxern. Neben Adthe Gashi und Robert Harutyunyan startet auch Jugend-Olympiasieger Artur Bril. Wegen einer Handverletzung hatte sich Brill im letzten Jahr rar gemacht. Sollte er an seinen alten Leistungen wieder anknüpfen können, wäre ihm ein Podest-Platz sicher.

Halbweltergewicht: Hier traut man dem Engländer Samuel Maxwell und Dmitri Galagot aus Moldavien usowie Deutschlands Artem Harutyunyan am meisten zu. Alle drei sind die amtierenden Landesmeister. Aber auch mit dem zweiten Deutschen Eugen Dahinten ist zu rechnen.

Weltergewicht: Klarer Favorit ist der WM-Dritte und Vize-Europameister Araijk Marutjan. Achten muss Marutjan auf Ruslan Iuldashev aus Russland und dem Bulgaren Simeon Chamov. Slava Kerber und Abass Baraou werden den Platz zwei im deutschen Weltergewicht ausboxen. Deshalb werden die beiden schon in der Vorrunde gegeneinander antreten.

Mittelgewicht: Wenn der Engländer Antony Fowler es nicht bis in Finale schaffen würde, wäre es eine große Überraschung. Fowler besiegte auf der letzten WM unseren Stefan Härtel und wurde in Almaty WM-Dritter. Auch der ehemalige Europameister Maksim Koptiakov aus Russland ist gesetzt. Die Bundesdeutschen Xhek Paskali und Denis Radovan haben mehr als Außenseiterchancen. Beide konnten sich in der World Series of Boxing ausgezeichnet in Szene setzen.

Halbschwergewicht: Im Halbschwer ist mit dem Irischen Europameister Joe Ward und dem Vize-Weltmeister aus Kasachstan Adilbek Niyamzymbetov zu rechnen. Beide sind in bestechender Form. Für Serge Michel und Igor Teziev gilt es vorrangig Erfahrung zu sammeln. Eine Platzierung unter den letzten vier ist möglich, denn beide sind immer für eine Überraschung gut. So konnte Michel in der Bundesliga seinen Kampf gegen den holländischen Überflieger Peter Mullenberg vorzeitig gewinnen.

Schwergewicht: Topkandidat auf den Titel ist der russische Europameister Alexei Egorov. Für den Deutschen Artur Mann und den 18-jährigen Albon Pervizaij gilt es sich gut zu verkaufen und Erfahrung zu sammeln.

Superschwergewicht: Florian Schulz und AIi Kiydin haben Chancen auf einen der vorderen Plätze. Sie müssen den Englischen Landesmeister Joseph Joyce und den Franzosen Titelträger Tony Yoka im Auge behalten, die letztes Jahr konstant gut geboxt haben.

Über Manfred Dörrbecker