CPH: Artem Harutyunyan steht im Finale

v.l. Samuel Maxwell, ENG und Artem Harutyunyan

v.l. Samuel Maxwell, ENG und Artem Harutyunyan

Fotos Thomas Häussler

Zehn Bundesdeutsche haben auf dem 41. Chemiepokal bereits die Bronze-Medaille sicher. Noch einmal 3 x 3 Minuten alles geben. Wenn dann alles gut läuft, war man im Finale des Turniers, dass Halle weltbekannt gemacht hat. Vier Boxer standen im ersten Halbfinale. Los ging es mit Artem Harutyunyan, der gegen den amtierenden englischen Meister Samuel Maxwell antrat. Harutyunyan begann sehr offensiv. Mit der Doppeldeckung trieb er Maxwell vor sich her, pendelte dabei beweglich im Oberkörper, traf aber ungenau. Diese wurde mit zunehmender Kampfdauer besser, denn er nahm etwas Geschwindigkeit aus dem Kampf und punktete sich mit der Schlaghand ins Finale.

v.l. MAksim Koptiakov, RUS und Denis RadovanDenis Radovan gegen Maksim Kaptiakov aus Russland, das war die Paarung im Mittelgewicht. Der Deutsche stand gegen den Europameister aus 2011 wieder in der Normalauslage und griff mit schönen langen Stößen an. Kaptiakov hatte Probleme mit Radovans aggressivem Stil, hielt aber stark dagegen. Mit einem halben Schritt ging er nach vorn, um so die deutschen Angriffe abzuwürgen. Dabei hielt er oft den Kopf zu tief. In der dritten Runde bekam er hierfür eine Verwarnung. Radovan verlor äußerst knapp und verabschiedete sich mit einer Top-Leistung und einer Bronzemedaille aus dem Turnier.

v.l. Joe Ward, IRL und Igor Teziev

v.l. Joe Ward, IRL und Igor Teziev

Für Igor Teziev galt es vorrangig einen guten Kampf abzuliefern, denn sein Gegner war kein geringerer als Joe Ward, dem WM-Dritten aus 2013 und Vorjahresgewinner des Chemiepokals. Normalerweise findet Teziev über die Geschwindigkeit in den Kampf, aber das war gegen den irischen Rechtsauleger einfach nicht umzusetzen. Trotz der Niederlage verkaufte sich der junge Deutsche sehr gut.

v.l. Serge Michel und Adilbek Niyazymbetov, KAZ

v.l. Serge Michel und Adilbek Niyazymbetov, KAZ

Auch Serge Michel bekam einen der ganz großen Namen vor seine Fäuste. Michel musste Adilbek Niyazymbetov aus Kasachstan besiegen, um in Finale einzuziehen. Michel boxte beherzt und taktisch klug, aber die Sensation blieb aus. Der Silbermedaillengewinner aus Almaty gewann das Gefecht, tat allerdings nur das allernötigste um den Kampf zu gewinnen. Auch Michel kann mit dem Erreichten sehr zufrieden sein.

Über Manfred Dörrbecker