Acht Siege und drei Niederlagen nach dem ersten Wettkampftag für das deutsche Team

Der letzte Durchgang stand ganz im Zeichen der deutschen Leichtgewichtler. Gleich drei boxten um den Einzug in das Viertelfinale, das morgen ab 10 Uhr starten wird.

Artur Bril machte den Auftakt. Gegen den Russen Artur Jubchankulov ging es für ihn nicht nur um das Weiterkommen in die nächste Runde, sondern auch um eine neue Standortbestimmung, denn eine komplizierte Handverletzung hinderte ihm über Monate an der aktiven Teilnahme am Wettkampfsport. Beide Boxer versuchten aus der Doppeldeckung über das Tempo zu ihrem Rhythmus zu finden. Sowohl der Russe, als auch Bril glänzten mit lupenreinen Boxtechniken. Der Kampf forderte die ganze Konzentration der Jury, die am Schluss Jubchankulov knapp auf ihren Punktzetteln vorn hatte.

Robert Harutyunyan, Deutschlands zweites Leichtgewicht machte es besser gegen Vadim Ivaniuc aus Moldawien. Ivaniuc versuchte Harutyunyan in die Angriffe zu locken, doch der wartete ab und suchte seine Chancen, die er auch prompt bekam. Blitzschnell war er am Moldawen dran und überfiel ihn mit Traumkombinationen zum Kopf- und Körper. Klarer Sieg für den Deutschen.

Adthe Gashi, Deutschlands drittes Leichtgewicht boxte gegen den kasachischen WM-Dritten Berik Abdrakhmanov mit hervorragendem Zug nach vorn. Aber unterm Strich reichte es nicht, den Topfavoriten Abdrakhmanov zu gefährden.

Halbschwergewichtler Serge Michel hatte mit dem Türken Nadir Mehmet Ünal keine Probleme. Mit druckvollen Links-Recht Kombinationen ließ er den Türken nicht zur Ruhe kommen und punktete sich einen uneinholbaren Vorsprung heraus. Einzig auf den rechten Kopfhaken musste er achten, den der Türke eigenwillig in Michels Angriffe schlug.

Mit acht Siegen und drei Niederlagen beendet die Deutschen Nationalmannschaft den ersten Kampftag. Ein Ergebnis, dass für den weiteren Turnierverlauf optimistisch stimmt.

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