Jetzt sind es 26 – Die Finalteilnehmer der IDJM im Boxen stehen fest

Am Freitag ging es für die deutschen Nachwuchsboxer und -boxerinnen darum, sich für das Finale der IDJM zu qualifizieren. Entsprechend motiviert starteten sie in ihre Kämpfe, allen voran Christos Chereakis.

Im Vorwärtsgang klatschte der Halbfliegengewichtler aus Baden-Württemberg die Führhand an den Kopf des Bayern Dimitrie Janin, der daraufhin mehrfach angezählt wurde. Grund genug für die bayrische Ecke den Kampf in der zweiten Runde aufzugeben.

Für den Landesverband Schleswig Holstein war Eda Öztür das letzte Eisen im Feuer. Doch  das Daumendrücken ihrer Landesjugendwartin nützte nichts. Eda lies ihre Rechte zu lange draußen und war dadurch in der Deckung offen. Dass sah auch ihre Gegnerin Justine Metzdorf aus Brandenburg und kam in allen Runden mühelos zu klaren Treffern. Justine’s Gegnerin im Finale ist Marie Maciejewski aus Mecklenburg – Vorpommern, die sich gegen Lucia Langer aus Nordrhein-Westfalen einstimmig durchsetzte.

Murat Yilderim beendete die Siegesserie von Benno Fuhrmann aus Vorpommern. Drei Runden zwang der Berliner Benno in die Defensive und unterband damit dessen Angriffe. Dass sah auch das Kampfgericht und erklärte Murat zum Sieger. Murat wird gegen Ceyhan Junus um die deutsche Meisterschaft boxen. Der Niedersachse setzte sich einstimmig gegen Ali Rashid aus Sachsen durch.

Im Leichtgewicht der Frauen machten zwei NRW-Boxerinnen den Finaleinzug unter sich aus. In einem knappen Duell gewann Nathalia Pawletko aus Wesel gegen Hamrin Gafar aus Ahlen.

Erst sah es nach einem weiteren Sieg von Alexander Kupreenko aus. Der Überflieger aus Bottrop dominierte in der ersten Runde den Brandenburger Brian Hellwig.  Doch danach kam nichts mehr. Alexander war zu passiv und stand nicht mehr auf stabilen Füßen. Ohne große Mühe drängte Brian ihn zurück und zog gleichzeitig tolle Kombinationen ab. Der Punktsieg ging verdient an den Halbwelter aus Brandenburg.

Im zweiten Halbweltergewichts-Kampf boxte Wladimir Frühsorger einem Punktrückstand hinterher, denn gegen Salah Jahel aus Thüringen verschlief der Kölner die erste Runde. Ab dem zweiten Durchgang war Wladimir wieder da. Mit geschlossener Deckung überwand er Sala’s beidhändiges Sperrfeuer und kam im Nahkampf zu Treffern. Nach einer unübersichtlichen Kampfsituation wurde der Thüringer angezählt. Denkbar knapp gewann Wladimir und ist Colonias erster Finalist.

Das Gefecht zwischen Brandenburgs Nico Schlabitz und Sergey Melnik aus Bayern war für die Punktrichter äußerst schwer zu werten. Die Fäuste der beiden Fliegengewichtler waren ständig unterwegs. Keiner konnte sich einen erkennbaren Vorsprung erarbeiten. Erst zum Schluss boxte Nico etwas gefälliger und sicherte sich damit seine Teilnahme im Kampf um Platz eins.

Nach seinem kräftezehrenden Auftritt gegen Serhat Güzel lieferte Silvio Schierle ein spektakuläres Gefecht gegen Berlins Faruk Turisonov ab. Wenn es eng wurde, tänzelte der Türingener mit Leichtigkeit aus der Gefahrenzone und hielt Faruk mit seinem Jab auf Abstand. Um ganz sicher zu gehen, legte Silvio einen tollen Schlussspurt hin und deckte den Berliner mit geraden Krachern ein. Nun boxt Silvio gegen Nico Schlabitz um Gold.

Am Anfang sah es gar nicht gut für den Mönchengladbacher Oliver Ginkel aus, denn er ließ seine Führhand sträflich hängen und machte es Daniel Kornmeier aus Baden Württemberger leicht, sich einen Vorsprung zu erarbeiten. In der Pause bekam Oliver die Standpauke von Verbandstrainer Lukas Wilaschek. Der war richtig sauer über Olivers Deckungsarbeit. Es wirkte, Oliver boxte den Baden-Württemberger klassisch aus und steht jetzt im Finale gegen Artur Krischanowski.

Im letzten Kampf des Tages besiegte der Mülheimer Hadi Nasef Joshua Schumacher aus Baden-Württemberg. Nach seinen ersten Angriffen kam Hadi mit seiner zweiten Welle zu vielen Punkten. Joshua boxte in der dritten Runde mit Höchstgeschwindigkeit, schaffte es aber nicht mehr den Kampf zu drehen.

Ansetzungen Finale

Ergebnisse Halbfinale

Über Manfred Dörrbecker