Deutschen Boxerinnen scheiden auf WM im Viertelfinale aus

Die Box-Weltmeisterschaft in Bulgarien nahm ein jähes Ende für die deutschen Teilnehmerinnen.  Anika Scheuermann, Justine Metzdorf, Mandy Berg, Justine Mörl, Carlotta Hansen und Sarah Ali konnte sich nicht gegen ihre Gegnerinnen durchsetzen und schieden damit im Viertelfinale aus.

Hier Roland Kubaths Zusammfassung der Kämpfe

Viertelfinale U-17:

46 kg Anika Scheuermann  – Roberta Bonatti/ITA, Niederlage durch TKO in Rd. 3
Jede Runde begann Anika sehr gut und mit viel Druck auf ihre Gegnerin.  Nach kurzer Zeit begann sie wieder zu reagieren statt weiter Druck auszuüben und überließ somit der Italienerin zu viel Freiraum den sie nutzte. Nach 3maligen anzählen brach der Ringrichter den Kampf 5 Sekunden vor Schluss ab.

50 kg Justine Metzdorf – Yuan Chang/CHN, Punktniederlage mit 3:0 Richterstimmen
Gegen die techn. hochversierte Chinesin ist Justine etwas zu verhalten gestartet. Im Kampfverlauf wurde sie selbstbewusster und auch frecher mit ihren Aktionen, konnte den Kampf gegen die erfahrene Gegnerin aber nicht mehr für sich entscheiden.

54 kg Mandy Berg – Oxana Smirnova/RUS, Punktniederlage mit 3:0 Richterstimmen
Mandy hat zu verhalten begonnen, nur „gedroht“ und nach Vor-und Rückwärtssprüngen nicht akzentuiert getroffen. Erst in der Schlussrunde suchte sie den offenen Schlagabtausch, konnte den Kampf aber nicht drehen.

 

Viertelfinale U-19:


60 kg Justine Mörl –  Simranjit Kaur Baatth/AIB (Indien), Punktniederlage 3:0

Justine war klar die bessere und aktivere Boxerin. Die Inderin schlug fast nur FH-SH Gerade. Die Schlaghand verstand Justine nicht konsequent zu meiden und anschl. zu kontern.

69 kg Carlotta Hansen –  Sema Caliskan/TUR, Punktniederlage 3:0
Wieder ein Kampf der von beiden Boxerinnen recht unsauber geführt wurde. Viel Gerangel und Halten beiderseits. Durch Carlotta´s Defizite in der Deckungsarbeit konnte die Türkin den Kampf für sich entscheiden.

81 kg Sarah Rehana Ali – Petra Szatmari/HUN, Punktniederlage 3:0
Bei dem Rematch von der EU-Meisterschaft (Ungarn) lieferte Sarah einen Riesenkampf. Erst in der Schlussrunde hielt sie sich nicht mehr konsequent an die Anweisungen aus der Ecke und ließ den erweiterten 2. Angriff vermissen, was ihre Gegnerin weiter aufbaute.

 

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